Costa Rica -November 2021-

Von Costa Rica haben wir von einigen Leuten schon Gutes gehört. Aber vor allem haben uns Cindy & Stefan aus der Schweiz davon vorgeschwärmt, welchen tollen Eindruck das Land bei Ihnen hinterlassen hat. Die beiden Weltreisenden lernten wir auf unserer Tour durch Südostasien (Thailand, Laos, Kamboscha) kennen und sind bis heute noch in Kontakt geblieben.

 

Nachdem wir im Sommer 2021 unsere nachgeholte Hochzeitsreise nach Tansania unternahmen, begann so gesehen fast direkt im Anschluss unser Trip nach Costa Rica. Zwei Völlig unterschiedliche Ziele mit völlig verschiedenen Eindrücken - aber eins hatten sie gemeinsam: Die Entfernung war schon beachtlich!

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Regen bringt Segen

Du denkst, dass Alles Mist ist und genau das macht es gut. So war unser erster Tag in Tortuguero im Regenwald Costa Ricas. Es regnete in Strömen. Bei unserer morgendlichen Kanutour waren wir nach wenigen Sekunden pitschnass und der Tag schien ins Wasser zu fallen. Daher beschlossen wir, auf die anderen Touren zu verzichten und blieben einfach im Hotel. Und das war richtig! Wir begegneten Mirjam und Sebastian und hatten einen wunderbaren gemeinsamen Tag. Wir sahen Kolibris, Tukane, Affen und eine Baby-Schildkröte. Vermutlich haben wir an diesem Tag im Hotel mehr gesehen, als alle anderen auf ihren Touren und auch mehr Spaß und Ruhe. Manchmal geht ein Plan nicht auf, du bist gefrustet aber am Ende denkst du: So und nicht anders, hätte dieser Tag verlaufen sollen ... in Ruhe, mit spontanen Erlebnissen und Überraschungen und noch dazu lieben Menschen und tollen Gesprächen. 


Dabei, wenn ein neues Leben beginnt

Es war fantastisch. Wir schlenderten den wilden und dunklen Sandstrand an der Atlantikküste Costa Ricas entlang. Ein Paradies für Schildkröten, die dort ihre Eier legen. Etliche Eierschalen hatten wir bereit gesehen, doch am Ende unseres Spaziergangs durften wir Teil dieses großen kleinen Wunder sein. Eine kleine Schildkröte trat ihren ersten großen Weg im Leben an, der über ihre gesamte Zukunft entscheidet. Wird sie es schaffen? Wird sie das Meer erreichen? Wird sie ihren Jägern entkommen können? Und so begleiteten wir sie auf dem Weg, schützen sie vor "Bodo" (unserem streunenden Begleithund) und sahen zu, wie sie in den Wellen verschwand. Für uns ist es nichts Großes, aber für die Kleine der Beginn eines hoffentlich langen Lebens. Und wir waren dabei, ein wundervolles Gefühl.


Heißer Rotwein?

In Costa Rica beginnt die Weihnachtszeit schon früh im November, der Grund: "Wir haben hier nicht viele Feiertage und Feste, also beginnen wir mit Weihnachten einfach schon eher". Alles ist bunt, schrill, kitschig. Nachdem Besuch der heißen Quellen am Fuße des Vulkans Arenal hatten wir ein wunderbares Gespräch mit den beiden Damen am Eingang. Wir haben uns über unsere Art ausgetauscht, wie wir jeweils Weihnachten feiern. In Costa Rica kommt auch die gesamte Familie zusammen und es gibt Truthahn. Und dann haben wir den beiden erklärt, was eigentlich Glühwein ist. Sie haben nicht schlecht gestaunt, als wir sagten, dass wir heißen Wein trinken. Auf die Idee wären sie noch nie gekommen, da es hier ja immer warm sei. Aber sie wollten es probieren und haben gleich ein Rezept gesucht. Wer weiß, vielleicht gab es ja zum ersten Mal Glühwein in Costa Rica.


Flatterndes buntes Leben

Nirgendwo sonst auf der Welt haben wir so viel buntes und vielfältiges Leben durch die Luft flattern sehen. Costa Rica ist ein wahres Wunder. Im "Café Colibri" im Monteverde Nebelwald konnten wir ihnen ganz ganz nah kommen: den kleinen Kolibris. Sie tauchten in allen Farben auf: violett schimmernd, smaragdgrün, goldgelb und waren mal kleiner und mal größer. Es ist ein tolles Gefühl, wenn so ein kleiner Vogel neben einem flattert und man die Vibration der schnellen Flügelschläge so deutlich spüren kann. Es war einmal wieder ein "Magic Moment" bei dem die Tränen kullern mussten bei so viel Schönheit. 

 

Ein weiteres ganz besonderes Erlebnis war unser Besuch im Schmetterlingspark am Fuß des Vulkan Arenal in La Fortuna. Noch nie haben wir so viele von diesen wunderbaren Geschöpfen auf einmal gesehen und waren erstaunt von der herrlichen Vielfalt. Überall sind sie umher geflattert. Wir konnten die Hände aufhalten und sie sind ganz friedlich gelandet. Es war ein Ausflug ins Paradies. Auch dieses Erlebnis hat dazu beigetragen, dass Netti den "bunten Schmetterling" entstehen lassen hat: www.bunter-schmetterling.de


Philosophie im Paradies

Es war ein wundervoller Ausflug auf Tortuga Island im Pazifik. Angekommen am Strand haben wir uns gleich mal eine Kokosnuss knacken lassen. Direkt kam ein junger Guide (links im Bild) zu uns und es begann ein wunderbares Gespräch über den Sinn des Lebens und wie wertvoll und wichtig es ist, seinen eigenen Weg zu finden. Das sind genau unsere Themen und so haben wir uns in diesem Moment wohl gegenseitig angezogen. Am anderen Ende der Welt - doch mit den gleichen Themen "all over the world". Total überzeugt und  leidenschaftlich hat er uns erzählt, wie wichtig es ist, seinem eigenen Weg zu folgen und dabei aufmerksam zu sein für die schönen Dinge des Lebens. Wir haben uns sehr herzlich verabschiedet und es war mal wieder einer dieser Momente - "Magic Moment".


Wenn man es am meisten braucht

An unserem letzten Tag in Costa Rica stand uns eine lange Autofahrt nach San José bevor. Wir starteten an der Pazifikküste und mussten die Halbinsel Nicoya mit der Fähre verlassen. Na so eine Schifffahrt wird schon Spaß machen ... dachte ich (Robin) zumindest am Anfang. Leider hat die Seekrankheit heftig bei mir zugeschlagen. Die nächsten Stunden waren sehr anstrengend und Netti hat die weitere Fahrt ganz wunderbar gemeistert. Ich hatte wirklich keinerlei Energie mehr. Ich konnte nicht einmal zum Fenster rausschauen und die herrliche Gegend genießen. Dann kamen wir an eine Tankstelle und ich konnte mich so langsam wieder bewegen - erst einmal eingedeckt mit Powerriegel und Tee, um wieder Energie zu tanken. Doch richtig Kraft haben wir wieder dank Silia gewonnen, mit der wir ein sehr herzliches Gespräch hatten und so wollten wir die Tanke gar nicht wieder verlassen. Eine freundliche Begegnung bewirkt also wirklich manchmal wahre Wunder.


Hier folgen ein paar Bildermomente ...

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